LEB pro Demokratie

Die LEB setzt sich für einen zukunftsfähigen ländlichen Raum ein und leistet vor Ort eine engagierte Bildungs- und Projektarbeit. In unserem Bildungsangebot sehen wir einen Beitrag zur Befähigung der Menschen zur Teilhabe, aktiven Mitbestimmung und persönlichen Entfaltung.

Unter dem Titel "LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum" wollen wir in der neuen Förderperiode des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe" ab 2020 lokalen Akteur*innen eine Austauschplattform und Ideenschmiede für ein aktivierendes und teilhabendes Vereinsleben anbieten. Regionale Strukturen sollen mit ihrem Engagement unterstützt werden, um sie stärker als bisher als attraktive Mitmachorte im Gemeinwesen zu präsentieren. Insbesondere in Regionen in denen rechtsextremistische und rechtspopulistische Gruppierungen in Erscheinung treten, braucht es vor Ort Engagierte, die für demokratische Werte einstehen. Ideen und Aktionen, die Beteiligung vor Ort fördern, sollen im Rahmen des Projekts bestärkt (Förderung von Mikroprojekten), begleitet (Beratungsangebote) und anerkannt (Auszeichnung "Attraktiver Mitmachort") werden.

Aktuelles bei LEB Pro Demokratie (Facebook-Artikel)

😃 Wir sind gespannt auf die tollen Ideen! Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder viele kreative Mit-Mach-Aktionen in und um G...

😃 Wir sind gespannt auf die tollen Ideen! Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder viele kreative Mit-Mach-Aktionen in und um Gräfenhainichen zu unterstützen.

Photos from LEB KAG Harz e.V.'s post

👏 So eine schöne kreative Idee, um das Vereinsleben zu unterstützen. #vereinsleben #mitgestalten #stadthalberstadt #harz(Feed generated with FetchRSS)

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👍 Hier gibt's Anregungen für digitale Engagementmöglichkeiten ... 📶 Veranstaltungstipp zum Digitaltag 2021💻 Auf der Suche nach frischen Ideen fürs Vereinsleben?

Das Projekt „LEB Pro Demokratie“

„LEB pro Demokratie“ ist ein Projekt zur Förderung von Engagement und Demokratie in Gruppen und Vereinen im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (Z:T). Ein erklärtes Ziel von Z:T ist es, die Zukunftsfähigkeit von Vereinen zu sichern und Vereine als demokratische Akteure im Gemeinwesen zu stärken. Mitgliedergewinnung, Mitgliedermanagement und Mitgliederbeteiligung sind dabei zentrale Herausforderungen für Vereine.

  • Wie können wir eine teilhabende Vereinsarbeit gestalten?
  • Wie finden wir neue Mitstreiter*innen?
  • Wie finden wir heraus, was sich unsere Mitglieder wünschen?
  • Wie gehen wir mit Konflikten im Verein um?

Das Projekt bietet zu diesen Fragen und Herausforderungen eine Fortbildung an. Ziele der Qualifizierung sind eine zeitgemäße Entwicklung von Vereinen, die Stärkung von Kompetenzen, ein Wissensaustausch / Wissenstransfer mit anderen Akteur*innen und damit Hilfe zur Selbsthilfe für die vielfältigen LEB-Mitgliedsvereine. Lernen Sie als Verein ihre Potentiale und Entwicklungsfelder kennen, gehen Sie diese als Team gemeinsam an und entwickeln Sie Ihren Verein so zu einem attraktiven Mitmachort.

Projektphasen:

Projektteam:

Die Qualifizierung

Demokratische Teilhabe lebt davon, dass wir uns im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, im Verein für demokratische Werte einsetzen und Verantwortung übernehmen.

Im Rahmen von zwei Qualifizierungsreihen wurden haupt- und ehrenamtlich aktive Vereinsvertreter*innen geschult und auf zukünftige Aufgaben im Vereinswesen vorbereitet. Diese Menschen engagieren sich ehrenamtlich, stellen sich den gesellschaftlichen Herausforderungen und stehen für Toleranz und Zusammenhalt in der Gesellschaft ein. Vor allem im ländlichen Raum wird es zukünftig immer mehr darauf ankommen, eine Bildungsarbeit vorzuhalten, um bürgerschaftlich Engagierte in die Lage zu versetzen, an demokratischen Prozessen mitzuwirken.

Die erste Ausbildungsrunde fand in Form von 6 zweitägigen Modulen in der Zeit von Oktober 2015 bis September 2016 statt. Themen der Qualifizierung waren unter anderem:

  • Grundlagen der Beratung
  • Projekt- und Freiwilligenmanagement
  • Kommunikation, Moderation, Präsentation
  • Grundlagen menschenverachtende Einstellungen
  • Praxisaufgaben / konkrete Fallarbeit

Im Verlauf der Ausbildung wurden die Teilnehmenden befähigt, eigene Projekte und Aktivitäten im Bereich der Demokratie- und Engagementförderung zu entwickeln und diese gemeinschaftlich mit weiteren regionalen Partnern umzusetzen.

Basierend auf unseren Erfahrungen aus der ersten Runde wurden die Modulinhalte für die zweite Qualifizierungsstaffel angepasst. Schwerpunkte im Zeitraum August 2018 bis April 2019 waren:

  • Sensibilisierung zum Demokratieverständnis
  • Beteiligung im Verein
  • „Wohlfühlen“ im Verein
  • Anerkennung und Wertschätzung im Verein
  • Transparenz im Verein

Zusätzlich hatten die Vereine die Möglichkeit gemeinsam mit der/dem ausgebildeten Berater*in einen "Vereins-Check" zu absolvieren, der bei erfolgreichem Abschluss zum Siegel "Attraktiver Mitmachort" führt.

Auch in der neuen Förderphase sollen Demokratieberater*innen ausgebildet werden, um regionale Beratungsangebote auch langfristig zu sichern.

Positionspapiere zum Beratungsangebot

„LEB pro Demokratie“ ... ist ein Bildungs- und Beratungsprojekt, das aus der Mitte der Gesellschaft heraus Zeichen für ein tolerantes und offenes Miteinander in Vereinen setzt.

Demokratie/demokratisches Miteinander bedeuten für uns:

  • Teilhabe, aktive Mitbestimmung und Mitmachen im Verein
  • Gewaltfreie Konfliktlösung und sachbezogene Argumentation

Die Demokratieberater*innen der LEB beraten auf der Grundlage gemeinsam erarbeiteter und abgestimmter Konzepte zur Beratungsarbeit.

  • Unser Beratungskonzept
  • Unser Beratungsverständnis
  • Unser Selbstverständnis als Demokratieberater*innen
  • Unsere Haltung gegenüber diskriminierenden Verhaltensweisen

Demokratie-Talks

Regionale Beratungs- und Vernetzungsangebote

Vereine und Verbände stehen aktuell vor besonderen Herausforderungen, sind sie doch besonders von den Auswirkungen des demographischen Wandels und aktueller gesellschaftlicher Veränderungen betroffen. Das Engagement der Zivilgesellschaft, gerade im ländlichen Raum ist jedoch eine wichtige, unverzichtbare Ressource zur Sicherung der Lebensqualität geworden.

Die demokratiefördernden Potentiale auf dem Land zu stärken, Vereine und Gruppen dabei zu unterstützen, den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen und in einen gegenseitigen Austausch zu bringen ist Ziel unserer Veranstaltungsreihe. Maßgebliche Akteure sind dabei die LEB-Demokratieberater*innen. Unter ihrer Anleitung werden die Demokratie-Talks umgesetzt. Ergeben sich im Rahmen der Talks Beratungsbedarfe, beispielsweise bei Krisen oder Konflikten im Verein stehen die Demokratieberater*innen direkt und unmittelbar für Beratungen zur Verfügung.

Die Demokratie-Talks werden in den drei LEB Arbeits-/Kreisgemeinschaften in Stendal, Gräfenhainichen und Wernigerode durchgeführt. Konkrete Termine entnehmen Sie bitte dem Terminkalender.

Das Bundesprogramm Z:T

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (Z:T) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) fördert in ländlichen und strukturschwachen Gegenden Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. Dabei unterstützt Z:T gezielt Vereine und Initiativen, die regional verankert sind. Bestehende Strukturen sollen auf- und ausgebaut werden, Verbände können auch nach ihren Projekten darauf zurückgreifen. Sie können eigene Berater*innen gegen Diskriminierung ausbilden und zukunftsträchtige Methoden entwickeln, mehr Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe" und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt.